Boah, watt fürn Wochenende

Kaputt, platt, erschöpft, müde, abgekämpft… aber glücklich, denn ich durfte tatsächlich einen Pokal aus Neheim mit nach Hause nehmen *supermegafreu*.

Aber eins nach dem anderen.

Am Samstag fand das Ruhrbike Festival statt, man war ich aufgeregt und nervös! Aber warum denn, wurde ich gefragt, du kennst doch die Strecke. Eben, deswegen war ich ja so aufgeregt! Die Strecke hat es nun mal in sich, bergauf wie bergab, Zeit zum Beine hochnehmen (und den Puls zur Ruhe kommen lassen) gibts in Wetter nun mal nicht 😉
Dabei war die Anreise und die Vorbereitung wirklich streßfrei und auch entspannt… „Ja, wie, 10€ Pfand für die Startnummer? Äh, kleinen Moment, ich komm sofort wieder“. Wirklich zurechnungsfähig war ich nun wirklich nicht vor dem Start. Was aber gut geklappt hat war das Aylienz Gruppenfoto 🙂 Leider fehlt Martin auf dem Bild.

Vor dem Rennen

Im Startblock aufgestellt zeigte mein Pulsmesser, ja ich habe ihn doch mitgenommen, noch eine sehr moderate Herzfrequenz an was sich nach dem, kurz darauf erfolgtem, Start, schnell geändert hat. Schaute ich zwischenzeitlich nach dem Puls war er nie unter 180… himmel war das ganze anstrengend, wobei der Spaß auf jeden Fall mehr überwiegt, auch wenn man berghoch hier und da schieben muss (äh, bergab auch, der pöse pöse Wurzeltrail). Schon irre, daß man Startgeld dafür bezahlt, sich so zu quälen.

Noch lache ich
Aber dafür ist die Strecke in Wetter bekannt, steil rauf und steil runter, hier wird einem der Trainingszustand gezeigt.

An dieser Stelle Glückwunsch Jonathan, zum tollen 3. Platz!!
Mein Ergebnis ist nur ein wenig besser als letztes Jahr, aber wurscht, ich hatte Spaß dabei 🙂

Nun zum Marathon durch den Arnsberger Wald, erstmalig organisiert und durchgeführt von Victoria Neheim, denn wie
hier schon geschrieben hatte ich mich für die Mitteldistanz gemeldet und Sonntag Morgen überhaupt keine Lust auf ein Rennen… da es für mich aber heisst Anmeldung = Start, raffte ich mich auf und ab dafür. Zwei Runden à 30km galt es zu fahren, insgesamt 60 km mit 1200 HM. Eine Ansage nach dem gestrigen Rennen.
Und, oh Wunder oh staune, von Aufregung und Nervosität keine Spur. Nach der Anmeldung zurück zum Auto, Rad zusammen gebaut, Trikottaschen „gepackt“, bißchen warmrollen (wozu eigentlich wenn doch noch 20 Minuten im Startblock rumsteht und nix macht?) und am Start anstellen, Beine fühlten sich zu dem Zeitpunkt auch noch recht gut an und ich wurde optimistisch mein erstes Mitteldistanzrennen zu finishen!
Durch die leicht verzögerte Anmeldung erfolgte der Start um 11.15h und auf geht’s.

Die Strecke hat mich sehr an den XtasY Wildwald Vosswinkel Marathon, der dieses Jahr leider ausfällt, erinnert, allerdings hier mit Saalhausener Einflüssen 😉
Durch den vorherigen Regen war die Strecke hier und da etwas aufgeweicht aber grundsätzlich gut fahrbar, da fällt mir ein, ich muß meine Schuhe noch sauber machen…. die seeeeehen soooo schlimm aus, obwohl, ich sah im ganzen sehr schlimm aus, die ein oder andere Hausfrau muß bei unseren Anblicken schier verzweifelt sein 🙂 so viele Erdferkelchen auf einem Haufen *hihi*. Ich schweife ab, also grundsätzlich fahrbar.
Im Laufe der ersten Runde gesellte sich leichter Regen zu uns und versuchte uns die Laune zu verderben, bei einem der im Trail vor mir fuhr hat er es geschafft, der Gute schimpfte und ich dachte mir schon oh Gott oh Gott, der Trail wird ja wohl nicht 30m weiter senkrecht enden, aber nein, er schimpfte über den Regen und ich war erleichtert, daß der Trail nicht in einer Senkrechten endete.
Gute Laune

Dann kam auch schon die Streckentrennung und ohne daß ich mich wehren konnte zog mein Rad Richtung 60km, Markierungskreuzchen abgeholt und weiter gehts.
Wusstet ihr, daß Beine richtig schwer werden können?!
Man kann Anstiege auf dem mittleren Blatt hochkurbeln, man kann sie auch auf dem kleinen Blatt „bezwingen“, ich war echt platt, bei dem einen oder anderen Anstieg kreisten meine Gedanken darum hier schon abzusteigen oder doch noch 20m weiter zu fahren und dann abzusteigen. In diesen Gedankenwust vertieft, ihr wisst, Engelchen und Teufelchen, war ich dann auch schon oben 🙂
Tatsächlich kam ich auch irgendwann ins Ziel… dreckig und glücklich mit dem Gedanken nicht aufgegeben zu haben *yeahjippieyeah*.
Nachdem ich kurz verschnauft hatte ging es zu den netten Leuten von time&voice die mir meine Zeit mitteilten, noch ein Ziel erreicht, ich bin unter 4 Stunden geblieben (ich bin nicht die Schnellste, aber Spaß bei Rennen habe ich alle mal). Dabei habe ich noch etwas erreicht womit ich nun gar nicht gerechnet habe, ich bin tatsächlich Erste geworden 🙂
So wurde das Durchbeissen und der Kampf gegen den Schweinhund belohnt.

Leider gab es einen kleinen Wehmutstropfen, es fand keine Siegerehrung für uns (SEN1w) statt. Das fand ich persönlich etwas schade, wir kamen zwar spät ins Ziel, aber wir sind angekommen. Einen Pokal haben wir dennoch bekommen und einen schönen Sachpreis 🙂

Der Wahnsinn! Ich freue mich immer noch!!

PS.: Der Pulsgurt ist dieses mal wirklich zuhause geblieben 😉

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