P-Weg Marathon. Wie geil ist das denn!?

Der Oberhammer!
Der Wahnsinn!!
Ihr seid die Besten!!!

Bin immer noch ganz geflasht von diesem Rennen, von diesem EVENT.
Also, der P-Weg Marathon, ne, das ist son Rennen im Sauerland, ne, dieses Rennen ist wohl irgendwie was besonderes, ne, denn dieses Rennen ist kurz nach Freischaltung der Anmeldung auch schon ausgebucht. Toll solls da sein, ne, so mit irre viel anfeuerndem Publikum und einer tollen Strecke…ne.
Mein Start dort dieses Jahr, also heute, ne, da hatte Kommissar Zufall seine Finger im Spiel. Denn die Anmeldug habe ich glatt verpennt, hatte das Rennen nicht wirklich auf dem Schirm und am nächsten Morgen der Anmeldung, ich war schon früh auf, weil ich zur Arbeit musste, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren und ich dachte mir, komm, probierste es mal, vielleicht klappts noch. Zack, angemeldet und danach war die Anmeldung auch dicht *schweißvonderstirnwisch*. Startgeld sofort überwiesen, so kann man dann in Ruhe auf den 9.9. warten 🙂

Blöderweise, ich weiß nicht wie ich es angestellt habe, habe ich Freitag Morgen meine linke Schulte wohl ganz blöd bewegt, sie tat plötzlich nur noch weh, den Kopf nach links drehen? Ha, Pustekuchen, nach unten gucken war auch keine gute Idee… eine unserer Physios auf der Arbeit gefragt was ich da machen kann (nach einigen kurzen Griffen lautete die Diagnose Verspannung). Wärme würde der Schulter gut tun, also habe ich von Freitag Nachmittag bis heute morgen etliche Male ein Nackenwärmekissen über die Schultern gelegt und Dehnungsübungen gemacht, die ich auch machen sollte wenns zwickt oder knackt.
Schulter zwackte dann heute morgen immer noch etwas, war aber schon um Klassen besser.
Zu allem Überfluß habe ich gestern bei meiner Ausfahrt wohl eine Trinkflasche bei gehabt, die nicht 100% sauber war, also auch noch Magenschmerzen zu den Schulterschmerzen *ächz*.
Merkt euch, die Trinkflaschen immer penibel sauber machen *klugscheißmodusaus*.

Direkt bei Ankuft in Plettenberg traf ich auf andere Aylienz, mit Roland fuhr ich zum Startbüro um die Startunterlagen (Startertasche ;-)) zu holen, meine Startnummer verriet mir, daß ich aus dem letzten Block starten darf, na gut, rolle ich das Feld eben von hinten auf.
Zurück zum Auto und startfertig machen, Trikottaschen mit diversen Artikeln vollstopfen, noch ein Schluck aus der großen Wasserflasche und ab zum Start rollen.
Ich durfte nicht nur aus dem letzten Startblock starten, nein, sogar aus der letzten Reihe *lach*, um 10 nach 10 konnten wir dann auch endlich losrollen.
Hier konnte ich schon einige Plätze gut machen, in dem ich mich durch Lücken wuselte die sich geboten haben. Kaum war man aus dem Startbereich raus ging das Tempo ordentlich rauf, um kurz darauf wieder ordentlich runter zu gehen *g* weils direkt in den ersten Anstieg ging. Anfangs noch mit moderater Steigung wurde es schnell steiler. Meine Beine waren top heute und ich konnte weitere Plätze gut machen. Am „Gipfel“ habe ich allerdings die bunte Kuh vermisst (die ich im Youtube Video gesehen habe *hehe*), statt ihrer hangen Kuhglocken dort, die waren allerdings so hoch, ich brauchte gar nicht versuchen die anzuschlagen.
Kurz ging es bergab, damit der nächste Anstieg noch länger und steiler werden kann als der Erste ;-). Aber auch hier, Beine top und auffi gehts. Zweimal musste ich jedoch absteigen, gezwungenermaßen, da es Reifen an Reifen ging und wenn der Vor-Vordermann/ frau absteigt muß man auch kurz runter vom Rad. Beide male saß ich wieder schnell im Sattel und kurbelte weiter hinauf.
Die schnelle Abfahrt in den Ort zurück wurde von einem Unfall überschattet, wo es eine junge Frau gelegt hat, ich hörte von der Unfallstelle die Sani Rufe, ich blieb stehen und schaut nach oben, den RTW noch im Blick, es kam kein Sani. Also kurzerhand vom Rad gesprungen, umgekehrt und raufgelaufen, immer nach den Sanis gerufen und die runterbrausenden Fahrer vor der Unfallstelle gewarnt. Glücklicherweise kam dann endlich ein Sani angelaufen, kurz darauf gefolgt von dem RTW. An dieser Stelle wünsche ich der jungen Frau eine gute Besserung!!!!!
Richtig genießen konnte ich diese Abfahrt leider nicht, die Bilder vom Unfall waren noch im Kopf.

Wieder im Ort angekommen folgte Zuschauerjubel und Angefeuere, welches seinesgleichen sucht!
Plettenberger, ihr seid SUPER!!!!!
Nach einer kurzen Runde durch den Vorgarten einer Seniorenresidenz ging es dann zum AquaMagis.
Wer meint, daß man das Bike gegen ne Badehose tauscht und mal flux ne Runde schwimmen geht, täuscht sich 😉
Ich mein, durch den „Wasserbereich“ ging die Strecke leider nicht, aber man konnte einen (sehnsüchtigen) Blick aufs kühle Nass erhaschen. Vielleicht gehts nächstes Jahr wieder quer durchs AquaMagis 🙂
Nun ging es in die nächsten Anstiege und meine Beine waren weiter top, zwischendurch schaute ich auf meinen Tacho um die HM zu überprüfen, dachte mir bei 1050irgendwas daß es ja gleich sicherlich geschafft ist und kurbelte weiter hinauf. Ein kleiner Irrtum meinerseits und eine Untertreibung der Plettenberger, aus den 1200HM wurden bei mir mehr als 1500HM (neuer Rekord für mich übrigens :-)), dennoch Beine spielten mit und ich sehnte die letzte Abfahrt herbei. Eigentlich sehnte ich nicht die Abfahrt sondern das Ziel herbei *hihi*, denn die letzte, trailige, Abfahrt sollte es in sich haben!
Wieder bin ich einfach nur glücklich darüber eine Vario Stütze zu haben, schon jetzt hat sie mir super Dienste geleistet.
Der Trail, äh ja, was man so bei Youtube sieht kann man fast vergessen, es ist noch schlimmer (-:
eine Spitzkehre jagt die nächste, dann jagt eine steile Spitzkehre die noch steilere nächste Spitzkehre. Für mich, und für viele andere hieß es da absteigen um nicht noch auf den letzten Metern die Knochen zu riskieren. Nach einer weiteren Runde durch die Plettenberger Innenstadt ging es unter dem Gejubel der Zuschauer endlich ins Ziel, geschafft!!
Was sie hier auf die Beine gestellt haben, einfach nur toll, der Wahnsinn, prima, super! So viele Helfer bei den 4 (oder waren es 5) Verpflegungstellen, die unzähligen Streckenposten, die Helfer im Ziel… wie habt ihr das bloß geschafft so super viele zu mobilisieren?
Die Strecke, schön ausgesucht 🙂

Es war durchweg ein toller Sonntag 🙂
Im Ziel sah ich jemanden mit einem Shirt mit der Aufschrift „Bergab ist doch blöd“ das fand ich mal richtig gut 🙂 mittlerweile fahre ich zwar das ein oder andere mal ganz gern bergab aber grundsätzlich fahre ich immer noch lieber rauf als runter 🙂
Beine, Puste, Pumpe (max Puls 194) und Kopf waren hervoragend!
Mit meiner Zeit bin ich mehr als zufrieden, netto 3:07, auf der Urkunde 3:13.

Nächstes Jahr bin 100%ig wieder mit am Start!

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6 Antworten zu P-Weg Marathon. Wie geil ist das denn!?

  1. Andreas schreibt:

    und wieder ein schöner Bericht, Ich hoffe dass ich auch mal Plettenberg fahren kann. Habe an dem Rennwochenende immer beruflich zu tun, deshalb hat das bislang nie geklappt.

  2. Raphaela schreibt:

    Liebe Ela, DANKE für deinen tollen Bericht!! 😀
    Beim Start sahst du noch etwas skeptisch aus, in Selscheid warst du sanftmütig am Lächeln – und im Ziel nur noch fett am Grinsen. 😀
    Als ich dich dann eben so im Video gesehen habe, musste ich herzlich lachen. STARK dass du dabei warst!! Seit 2004 steht jedes 2. Septemberwochenende von Freitag bis Sonntag die Stadt Kopf. Nirgendwoanders habe ich das bisher so erlebt. Der P-Weg selbst ist auf seinen bis zu 4 Distanzen eine Herausforderung, die man nicht unterschätzen sollte. Und mit mehr als 1000 Teilnehmern allein am MTBiker-Sonntag (insgesamt über 2500) sucht dieser Event einfach seinesgleichen. Wir sehn uns 2013!! ;P

    • Michaela schreibt:

      Das nächste P-Weg Wochenende ist auf jeden Fall vorgemerkt! Werde dann, wie alle anderen auch, des Nachts am PC sitzen und auf die Anmeldung lauern 🙂
      Es ist wirklich eine Wahnsinns Veranstaltung! Schon fast schade, nein, es ist schade 😉 daß ich vorher nicht schon mal mitgefahren bin.

  3. Gerd schreibt:

    Toller Artikel! Macht Bock dort selbst mal anzutreten 😉

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