24h von Duisburg <3

Endlich war es soweit, schließlich hat es von der Anmeldung im letzten Jahr bis zu diesem Wochenende lange genug gedauert.
Wer es bis dato nicht wusste, dieses Jahr bin ich zum ersten mal als aktive Fahrerin im LaPaDu beim 24h Rennen in Duisburg mitgefahren, im 2er Team Mixed, was ja schon größenwahnsinnig genug ist.
Meine Teilnahme in München war für mich die Generalprobe und so war ich für Duisburg sehr zuversichtlich meine Ziele zu erreichen, durchzuhalten und nicht letzte zu werden.

Bereits am Freitag errichteten wir unser Fahrerlager neben den Apocalypse Bike Dudes und den Matschhühnern, mitgebracht hatten wir ausser der Riesenklappbox voll mit Süßem und auch herzhaften Snacks, irre viel Wasser dabei, so haben wir jeder an die 20 Liter Wasser getrunken, klingt zu viel?

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Nein, war es nicht, es war so warm, wir hätten nicht weniger trinken dürfen.

Den Freitag Abend verbrachten wir im Fahrerlager bei Vereinskollegen die am Samstag im 2er Team Herren starteten, so konnten wir gemütlich und lustig schnacken, versuchten dennoch früh zu (Feld-)Bett zu gehen um für das Rennen fit zu sein.

Der Morgen am Samstag begann für mich mit einer unfreiwillligen kalten Dusche…. Ohne Worte, ehrlich, habe danach so dermaßen gefroren, das war nicht schön.

Zum Rennen hin hatten wir ausgemacht, dass ich die Startrunde und die erste Rennrunde fahre und danach im 2-Runden Rhythmus gewechselt wird, aufgeregt war ich nicht besonders, aber in Gedanken versunken

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dennoch irre gut drauf, mittlerweile 😉

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Zeit für Blödsinn hatte ich natürlich auch :p

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Zuerst gingen die Solisten ins Rennen, gefolgt von den 2er Teams, die 4er und 8er Teams wurden nach uns getrennt ins Rennen geschickt, jeder Block mit einer anderen Start Loop um das Feld zu entzerren.
Leider hielt bei mir das Schlauchteufelchen Einzug, irgendwo im Manganeisenlager bemerkte ich, dass ich etwas ’schwimme‘, das wird ja wohl nicht……??!? Doch, war es, ein Platten….. Handy gezückt, Andreas angerufen, berichtet, „ist nicht wahr, oder“ und er machte sich schnell auf um ins Rennen einzusteigen um vorher beim Rennbüro nachzufragen wie wir das denn jetzt handeln sollen. Es stellte sich heraus, dass das keine so gute Idee war, dass er schon ins Rennen einstieg, denn, die Einführungsrunde wird eh nicht gezählt, es wird aber eine Runde abgezogen, wenn der Teampartner vor dem eigentlichen Wechsel in die Runde geht. Ich hätte bis in die Wechselzone schieben sollen. Naja, hinterher ist man immer schlauer.

Nun mit der Renn Aufregung Reifen wechseln…. Weia…. Doch da, Hilfe nahte! Frank von den Aylienz lief zufällig an unserem Lager vorbei und hat mir kurzerhand den Schlauch und den Reifen (Trockenreifen, eine hervorragende Idee!! Gut, dass ich die eingepackt hatte) gewechselt. Vielen vielen Dank dafür, so konnte ich Andreas wie geplant ablösen und endlich konnte ich meine erste richtige Rennrunde fahren, welch ein Spaß!

Gegen Abend kam dann der Mann mit dem berühmt berüchtigtem Hammer zu mir und verpasste mir ordentlich einen. Nicht gut gelaunt kam ich nach dem Wechsel ins Lager, meine Mutter empfing mich (jawohl, meine Eltern haben uns mitbetreut und sie haben das richtig richtig gut gemacht! Merci dafür)  bot mir Diverses zu essen“ an und nichts“ aber auch gar wollte ich haben dazu taten die Nasennebenhöhlen weh, habe bei fast 30 Grad so gefroren dass mich in die Wolldecke wickeln musste, wegen der nebenhöhlen schickte ich meine Mutter zu den Johannitern vielleicht wissen die was man dagegen machen kann. Bei ihnen vor Ort fragten sie nach Allergien o.ä., Vitalzeichen und der Blutzucker wurden gecheckt, alles in bester ordnung. Vielleicht sollte ich versuchen mehr durch den Mund zu atmen (den ganzen Staub ungefiltert, ja sicher…) gaben sie mir mit auf den Weg. Naja, habs versucht und es wurde tatsächlich besser.

Meine Motivation war so im Keller, der Magen zugeschnürt…. Ich sah das Rennen schon beendet, nach nur knapp 8 Stunden. Weiß gar nicht, wer mich wieder in die Wechselzone gebracht hat, aber ich sass doch wieder auf dem Rad, diesesmal mit Kalorien in flüssiger Form (Pfirsichteegranulat) dabei und es hieß, nach der Runde wartet am Rand jemand auf mich um mich mit Futter zu versorgen.

Tatsächlich konnte ich dann endlich wieder feste Nahrung aufnehmen und das Rennen ohne weiteres Motivationstief fortsetzen.

Vor dem Mann mit dem Hammer hatte ich bereits im Vorfeld Angst, berechtigt. Kann froh sein, dass der schon so früh da war und nicht mitten in der Nacht….

Die Nacht, ja, anfangs lief es wirklich super, bis ich zum Punkt kam, dass ich so müde war, dass ich schlafen musste, Andreas fuhr daraufhin vier Runden und Olaf, unser Teamchef ;-), hatte seine liebe Müh und Not gehabt mich zu wecken und wach zu bekommen. Dass er mich nicht am Schlawittchen in die Wechselzone geschleift hat (natürlich nur bildlich gesprochen :-D) war alles, ich war aber auch bockig und zickig nach der knappen Stunde schlafen 😀 , aber Andreas sollte natürlich auch die Möglichkeit bekommen wenigstens mal kurz die Augen zuzumachen.

Zu der ’normalen‘ Erschöpfung kam allmählich ein anderes Problem zum tragen, nämlich daß ein Körperteil mittlerweile recht heftig schmerzte, trotz Gesäßcreme… das ist das Ende vom Rennen dachte ich, kann ja schlecht die ganze Zeit im stehen fahren, was konnte ich jetzt noch tun? Zieh zwei Hosen an wurde mir geraten, ich schaute ungläubig… probierte es dennoch aus und tatsächlich, der Po schmerzte zwar immer noch, aber nun auf einem erträglichen Level.

Ein Blick auf die Uhr verriet, daß nicht mehr viel Zeit von den 24 Stunden über war *juchuuuu*, komm, die 2 Stunden kriegen wir nun auch noch rum!
Um halb zwölf kam Andreas in die Wechselzone, ich fragte ihn, ob ich gleich noch mal auf ihn wechseln sollte, denn eine weitere Runden würden wir noch fahren können! Nene, fahr du mal durch antwortete er mir.
Ok.

Also, Gas gegeben und tatsächlich bin ich um 11.58h durch Start/ Ziel gefahren und konnte so noch eine weitere Runde fahren, das habe ich wohl den vielen vielen Zuschauern am Monte Schlacko zu verdanken die mich namentlich den Berg raufgebrüllt haben 🙂
Ein letztes mal freute ich mich auf die ‚Treppe‘ um die nochmal runter zu sausen 🙂 Unterwegs traf ich noch auf zwei Vereinskollegen und wir fuhren gemeinsam weiter, natürlich letzten Endes auch gemeinsam über die Ziellinie.
Ziellinie??

GESCHAFFT!!!!

Das, was wir selber kaum für möglich gehalten haben (und andere bestimmt auch, hehe), haben wir geschafft!! Das legendäre 24 Stunden Rennen in Duisburg durchgehalten und nicht Letzte geworden!!
Wenn das nicht ein Grund zum freuen war *jippiiiie*.
Wir wurden von allen Seiten geherzt und beglückwünscht, toll! Super! Irre!

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Was für eine Schinderei, aber Megahammertoll!!!!

Nächstes Jahr sind wir wieder am Start, ich freue mich schon heute 🙂

Vielen vielen Danke an unsere Helferlein, ihr habt das super gut gemacht!

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Die vielen tollen Bilder stammen von Jule Schwarz, Anke Birkenhauer, Andrea Weber und Sportograf.

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