Ich war doch irgendwann mal in Münster… und im Sauerland

Asche auf mein Haupt, da fahre ich ein Rennen auf schmalen Reifen und berichte nicht zeitnah.

Am 3.10. hatte ich meine Rennpremiere auf Blitz, was soll ich sagen, ich bin nicht nur vom MTB Rennen Virus infiziert sondern auch mit dem RR Rennen Virus 🙂
Früh morgens am Tag der deutschen Einheit machte ich mich auf nach Münster, im Gepäck viiiele Kleidungsstücke, denn es war kalt, richtig kalt, aber es war trockenes Wetter angesagt, dann kann man auch mal viel anziehen.
Angekommen in Münster habe ich das Parkhaus an der Startnummernausgabe recht zügig gefunden, weniger zügig ging die Anmeldung einher, wo muss ich hin? Der Herde hinterher? Ne, lieber nicht, die hatten schon ihre Startertaschen und waren auf dem Weg zum Start (der 5km weit entfernt war!), wo muss ich denn jetzt hin? Ach dort bekomme ich die Nummer, wo den Rest? Ein Blick auf die Uhr…. Waaah…. schon 7.45h, um 8.20h ist der Start, Blitz nicht fertig, ich nicht fertig, weia, nicht, dass ich eh schon von ganz hinten starte, ich werde als Allerletzte fahren, weil ich beim Startschuss noch nicht am Start war.

Startersachen dann doch komplett, ab zum Auto, wo ist denn der rechte Armling? Ich kippe meine Tasche aus und schaffe es irgendwie alle Teile in einer halbwegs logischen Reihenfolge anzuziehen, die Startnummern auf den Helm zu pappen, eine an Blitz zu friemeln, oh je, 8h…. Flaschen ans Rad, geschafft.
Hoffe ich doch nun, dass der Weg zum Start so schön ausgeschildert ist wie der Weg zum Ziel, naja, war er irgendwie nicht, ich fragte wen (der wohl erst später startete) wie ich zum Start komme, ich soll den Anderen hinterher fahren, ich blickte mich um…. Es war niemand zu sehen… Wunderbar. Also los auf Verdacht in eine Richtung wo ich meine da könnte der Start sein. Richtige Entscheidung!
Zu meinem Erstaunen traf ich noch etliche andere Fahrer die auch auf der Kurzstrecke mit 75km starteten, angesichts der späten Uhrzeit (kurz nach 8h schon) noch recht gemächlich auf dem Weg zum Start.

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Eeeendlich angekommen war doch noch genug Zeit um Fotos zu machen 🙂 denn die einzelnen Startblöcke wurden mit zeitlichem Versatz gestartet und ich ging dann letztendlich um kurz nach halb neun auf die Strecke.
Wenn ich an die MTB Starts denke, da wird gleich losgeprescht, hier und da der Ellenbogen ausgefahren (Ich mache sowas nicht!) oder auch mal ein bißchen geschubst…. und hier? Gaaaanz gemütlich ging es los *schnauf*, wollte schon rufen, dass das hier ein Rennen ist, hallooo ein RENNEN, das heisst schnell fahren! Jaja, kaum auf schmalen Reifen unterwegs schon ne große Klappe :-D.
Ja gut, dann zockel ich gemütlich mit *tumdidum*.
Eine Kurve kam, es ging aus der Innenstadt raus, und siehe da, es wurde etwas Tempo gemacht, aber nur etwas *tumdidum*.
Eine Landstraße ist in Sicht und wuuuusch, Himmel, was wurde angezogen, war echt erschrocken, hatte ich doch nicht mehr damit gerechnet, dass sich die anderen daran erinnern, dass hier ein Rennen ist.
Zack, war ich drin, in einer Gruppe und genoss direkt Windschatten.
Hmm, aber irgendwie, da muss doch noch was gehen. Gruppe, schön und gut, aber es war mir doch noch zu langsam, in Sichtweite ist aber noch eine Gruppe, das sollte zu schaffen sein, nicht lange überlegt, rein in den Wind und gib ihm!
Kurz darauf setzte Schnappatmung ein und den Blick auf meine Pulsuhr hätte ich mir auch sparen können, soll ich mich doch wieder zurückfallen lassen?? NIEMALS! Quäl Dich!
Wer sich dabei nicht gequält hat waren die Jungs die ich im Schlepptau hatte, als hätten die nur darauf gewartet, dass einer in den Wind geht und zur nächsten Gruppe aufschließt. Netterweise haben sie dann auch Führungsarbeit übernommen 🙂 und tatsächlich bin ich mit den Jungs die ganze Zeit zusammengeblieben.
Zwischendurch gesellten sich andere Fahrer zu uns, mal fielen welche weg, die nächste Gruppe wurde eingeholt, die Gruppe wuchs und so wurden die 75km recht kurzweilig.
Eine meiner Sorgen in den Kurven den anderen im Weg zu stehen war unbegründet, ich konnte gut meine Spur halten.
Wenn zwischenzeitlich das Tempo angezogen wurde hatte ich hier und da mal echte Angst gehabt den Anschluss zu verlieren und das wollte ich auf gar keinen Fall! So tat es zum Teil richtig weh dranzubleiben! Ich ließ mich nicht abschütteln und auf der urlangen Zielgeraden habe ich noch eine Schippe draufgelegt und einen schönen Sprint hingelegt, geschafft! Im Ziel!

Meine Zeit 2:13 Stunden, heisst 31er Schnitt. YES!
So schnell war ich noch nie unterwegs 😀 Auch wenns für andere nur Trainingsgeschwindigkeit ist 😉

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Da haben Blitz und ich saubere Arbeit abgeliefert 🙂
Mir taten am nächsten Tag so die Beine weh, als wäre ich mit dem MTB 70km mit 2000Hm gefahren 😀 und dabei hat mein Tacho beim Giro nicht einen Höhenmeter registriert :-D.

Kurzweilig war es auch nach dem Rennen im Nutrixxion Village

Für mich wars ein super Einstieg ins RR Geschehen und ich habe definitiv Blut geleckt, entsprechend plane ich schon das nächste Jahr ;-).

Dann war doch noch der Langenberg Marathon, zwei Tage nach dem Münsterlandgiro.
Es war matschig…. nass….. noch matschiger *buh*. Schon auf der Hinfahrt regnete es, es regnete vor Ort, es regnete beim Start
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Also genau die Bedingungen die ich überhaupt nicht mag. So senkte ich meinen Rennanspruch darauf irgendwie heil durch- und ankommen.
Meine Radbrille bearbeite ich vor jedem Rennen mit einer Antibeschlagscreme, blöd nur, dass die vorzeitig vom Regen abgewaschen wurde… das gepaart mit meiner nicht vorhandenen Fahrtechnik (schon gar nicht mit Klickpedalen, ich erinner mich gut an den Hestenberg Trail beim P-Weg) war es eine gute Voraussetzung das Rennen zu einer Katastrophe werden zu lassen.
So geschah es dann auch….
Ich mag nicht an meine Zeit denken, die ich, nicht gefahren, sondern eher geschlichen bin.
Nun, ein Gutes hatte es, so musste ich nach dem Rennen nicht mehr so viel Zeit rumkriegen bis die Siegerehrung der Trophy erfolgte :-D.
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Wenigstens in der Gesamtwertung der Trophy wurde es dann besser, dort konnte ich, wie meine Vereinskollegin Susanne auch, den 4. Platz behalten.
Wir haben das Jahr tapfer durchgehalten 🙂

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Mit dem Langenberg Marathon wurde die diesjährige Rennsaison beendet, an sich sehr schade, aber auf anderer Seite kann man die Winterzeit dazu nutzen die Rennen fürs nächste Jahr zu planen. Ich habe großes vor 🙂

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2 Antworten zu Ich war doch irgendwann mal in Münster… und im Sauerland

  1. Thorsten schreibt:

    Schöner Bericht – nächstes Jahr muss ich auch mal wieder hin 🙂
    Gruß
    thorsten

  2. Markus aus Wuppertal schreibt:

    Sehr schön geschrieben…auch wenn ich mich nicht für die schmalspur begeistern kann.
    Saison ist beendet…ggf am Sonntag noch die CTF in Witten und dann ab Januar wieder die Winter-Bike-Trophy….da freue ich mich schon riesig drauf.
    Wünsche Dir eine gute Zeit!!!
    LG
    MArkus

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