Einmal quer durch die Republik!

Und zwar ging es nach Müüüüünchen, zum Rad fahren natürlich, herrlich bekloppt 🙂
Der Münchener Olympiapark hat es mir angetan, und wie! so nahm ich diese Strapazen dieser ‚Reise‘ gern in kauf. Den Start dort hatte ich vom Verlauf am Alfsee abhängig gemacht, klappt es dort, geht’s auf über den Weißwurstäquator.
Einen Solostartplatz für das *Überraschung* 24h MTB Rennen im Olympiapark konnte ich glücklicherweise von wem übernehmen, der nicht starten konnte (merci vielmals, hoffe, ich habe dich würdig vertreten 😉 ).
Die Vorbereitungen liefen schon Taaage vorher auf Hochtouren, schließlich musste ein MTB, zwei Erwachsene und jede Menge Gepäck in meinen Karpartenblitz verstaut werden, denn, die Anreise war für Freitag, 20.6. geplant und die Abreise für den 23.6..
Freitag Morgen wurde das Auto, wie vorher geplant (ich sag ja, ich war damals Meisterin im Tetris :D) beladen und gepackt und um kurz nach 6h ging es auf die gut 620km lange Reise, durch die LPG bedingten etwas häufigeren (dennoch günstigen ;)) Tankstopps trafen wir ‚erst‘ kurz nach 14h ein. Schon an der Einlassschranke zum Park klappte die „Ummeldung“ unkompliziert und wir konnten passieren. Das war schon echt nen Hammer, der Olympiapark war sehr gut besucht und dennoch kurvten wir dort herum auf der Suche nach unserem Fahrerlager (FL 5, Zelte, Hammer nicht vergessen!!!), zügig gefunden, Claim abgesteckt, Zelt aufgebaut (denkt an den Hammer :)!) und ab zur Olympiahalle zum offiziellen ummelden.
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Nach den Formalitäten hatte ich dann die Muße mich umzusehen, hab ich erwähnt, dass es mir der Olympiapark echt angetan hat?
Sogar während des Rennens konnte ich den Park bestaunen und mich an der herrlichen Aussicht erfreuen.
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Nicht zu vergessen, weswegen ich, wir, hier sind image
Hübsche Kulisse, nicht 🙂

Dazu, was wäre ein Rennen ohne Teamkollegen? Na? Nur halb so toll 🙂 viele Grüße an Kevin
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So war der Freitag schon gespickt mit tollen Begegnungen, unter anderem muss man bis nach München fahren um im Fahrerlager quasi auf ‚Nachbarn‘ aus Duisburg zu treffen 😀 viele Grüße an Jutta und Tom 🙂 wir sehen uns!

Spätnachmittags, die Erkenntnis, dass das Freiluftkino nicht zum Spaß (direkt neben dem Fahrerlager) aufgebaut wurde und ausgerechnet heute deren Technik rumsponn und ausgerechnet heute ein Film läuft der dann auch mal eben 2,5 Stunden läuft, so fing der Film erst um 21.30 an… Und lief, inkl. Werbung, für mich, viel zu lange :(. Wobei das Schlimmste nicht der Film war, dank Ohropax, sondern die Endlosschleife von „Happy“ während des Aufräumens vom Kinogelände. Ich mag das Lied immer noch gerne aber nicht nachts um halb zwei :((, prima Voraussetzungen für den nächsten Tag.
Hilft alles nix, ein Rennen ist da um gefahren zu werden, gleich ob man noch super müde ist, tatsächlich vergessen hat vor dem Start noch was zu essen und wirklich nix in den Trikottaschen hat, was essbar ist *argh* ist ja schließlich mein allererstes Rennen überhaupt, NICHT!
Hilft alles nix, der Startschuß ertönte um kurz nach 12h, zwei Minuten vor den Solisten machten sich die 4er Teams auf den Weg, allerdings in die entgegengesetzte Richtung, die Solisten fuhren direkt eine erste richtige Runde, den Start der 2er und 8er Teams habe ich gar nicht mitbekommen, die sollte ich aber alle noch früh genug sehen und auch zu spüren bekommen, denn gleich in der ersten Runde, wenn man vom oberen Umlauf des Stadions bekam ich solch einen üblen Bodycheck, der mich zum neben mir fahrenden Fahrer kegelte, der zum Glück ’standfest‘ war, sonst hätte es mich direkt geschmissen. Mein Repertoire an Schimpfwörtern flog dem Rüpel hinterher, und ehrlich, hätte ich seine Startnummer erkannt, das wäre seine letzte Runde gewesen!

Wäre das das einzige gewesen, damit hätte ich noch leben können, hab ich schon erwähnt, dass ich nichts zu essen dabei hatte? Also hieß es direkt zu Beginn am Fahrerlager halten und tanken, ein Glück, dass das Lager wirklich direkt an der Strecke lag :).
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Ach ja, die Strecke, genauso schön wie letztes Jahr :), nur durch das Olympiastadion fuhren wir, aufgrund des Deutschlandsspiel, nicht, dafür wurden noch zwei Anstiege im Park dazu genommen die es in sich hatten, so kamen auf die 7,2km lange Strecke 100hm zusammen.
Allein wegen der Strecke (das Waldstück ist nachts wie in einem Märchenwald ausgeleuchtet) lohnt sich die Anreise! Man merkt schon, die Warscheinlichkeit dass ich nächstes Jahr wieder dort bin ist sehr hoch.
Doch leider fing bereits nach relativ kurzer Zeit mein Nacken an zu schmerzen, schlimm genug, daraus resultierten Kopfschmerzen, wo kein Aspirin half, diese ließen es sich nicht nehmen stärker zu werden :(, so spürte ich, selbst im stehen fahrend, jedes kleinste Kieselchen, von ner Wurzel, Schotter oder ähnlichen Unebenheiten ganz zu schweigen.
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So ‚begeistert‘ wie ich da aussehe, so fühlte ich mich auch, die Pausen wurden vorgezogen/ verlängert…. Furchtbar, die Runden wurden zäher, langsamer…. Ich fühlte mich einfach nur schlecht.

Selbst die Massage brachte nicht viel, außer noch mehr Schmerzen. Getaped wurde ich ebenfalls, besser wurde es dennoch nicht. Immer noch schmerzerfüllt ging ich auf meine erste Nachtrunde, grundsätzlich lässt sich die Strecke auch im dunkeln schön fahren, jetzt waren die Unebenheiten doppelt so fies 😦 oh je, oh je.
Da fasste Andreas den Entschluss, PAUSE! Bevor ich mich noch 2, 3 Stunden weitergequält hätte und womöglich gar nicht mehr gefahren wäre, sollte ich eine längere Pause machen. Diese dauert dann auch mehrere Stunden die ich mit schlafen verbracht habe, als der Wecker ging habe ich schnell gefrühstückt, in mich reingehört (es tat mal kaum was weh! Juchuuu!!) und mich voller Elan aufs Rad geschwungen.
Was soll ich sagen, es fluppte von nun an, die Rundenzeiten waren endlich mal ordentlich, recht stabil, vorsorglich dehnte ich die Nackenmuskulatur bei jeder Gelegenheit, die Nahrungsaufnahme klappte endlich gescheit (die Pfannkuchen waren sooooo toll), alles prima, so hätte es schon gestern laufen können 🙂 aber scheinbar ist ein Einzelstart bei einem 24h Rennen sowas wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man bekommt.
Ich schaffte es sogar noch vor 11.45h auf eine weitere Runde zu gehen, nur leider, so habe ich es hinterher erfahren, wurde diese nicht gewertet, sehr schade, so kam ich auf 20 statt 21 gewertete Runden, aber was solls, es reichte für einen tollen 3. Platz image
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Freuen durfte ich mich über eine Medaille und einer riesen Reisetasche :).

Der Abbau gestaltete sich recht unspektakulär, die Fahrt zum Campingplatz, den wir uns für die mehr als unruhige Nacht von Sonntag auf Montag ausgesucht haben, war es ebenfalls, das Essen im, äh, Burgerschnellimbiss, war genau richtig.

Auch wenn es doch arg anders gelaufen ist wie geplant wird das Rennen, sehr warscheinlich, im nächsten Jahr wieder unter die Stollenreifen genommen 🙂

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Eine Antwort zu Einmal quer durch die Republik!

  1. stellinchen schreibt:

    GRATULIEERE!!! 🙂

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