Alle Jahre wieder :)

Findet am ersten August Wochenende das legendäre 24h MTB Rennen im Landschaftspark Duisburg statt. In 24 Stunden gilt es den Rundkurs von 8,5km Länge so oft zu befahren wie nur möglich, dies geschieht in einem 8er, 4er, 2er Team oder sogar als Solofahrer/in, in diesem jahr ging ich, wie letztes Jahr auch, in einem 2er Mixed mit Andreas an den Start.
Dieses Event begann eigentlich schon Woooochen vorher, das ganze drumherum ist allerdings einen eigenen Beitrag wert, nun gehts um das reine LaPaDu Wochenende, welches bereits am Freitag begann, nämlich anstehen in einer Autoschlange, das kann man hier prima üben, das Schlange stehen, denn, oben an der sagenumwobenen Treppe steht man auch in einer Schlange aus Fahrrädern. Doch, Moment, hieß es nicht drei Tage vorher, daß die Stahltreppe, vor der der eigentlichen Treppe, dieses Jahr nicht auch überbaut wird – was BEFAHRBAR heißt? Also war das Schlange stehen mit den Autos vollkommen unnötig lasst mich durch! und somit eine reine Geduldsprobe…. *gnarf* *wannsindwirda?* *habhunger* *mussdassosein?*, jaja, Geduld ist nicht meine Stärke 😉

Dennoch, scheinbar wurden die Tore etwas früher geöffnet und die ersten Auto konnten ehrfürchtig auf das Gelände fahren um….? Richtiiiiiich, weiter in einer Autoschlange zu stehen, Motor an, 2m fahren, Motor aus… Boah Leute, ich will hier nen Rennen fahren, geht das nicht etwas schneller? NEIN! Ok.

Nach gefühlten 7 Stunden, wurden wir auf unseren Platz zugewiesen, in netter Nachbarschaft zu den Ruhepulsigen Knackpopos 😀 und der Kettenwixe on Tour. Die Apocalypse Dudes wurden leider ausquartiert aus dem Sektor G. Leider hatte unser Standplatz den kleinen Haken, daß dort ein Generator stand, der bestimmt nicht in der Nacht ausgestellt wird, oh je oh je, ich weiß was es heißt, seit München, vor einem Rennen eine unruhige Nacht zu verbringen… Zum Glück löste sich das Problem, als abends noch ein 8er Team auftauchte und netterweise den Ford Transit vor den Generator geparkt haben, merci an dieser Stelle, ihr habt meine Nacht gerettet :).
Da wir keinen Grill dabei hatten und auch nicht den richtigen Appetit auf Ravioli hatten *buah* :D, begaben wir uns mit den Rädern zu einem Schnellimbiß um uns ne Rindfleischschnitte (heißt doch so, NICHT? :D), ummantelt von hochwertigen Kohlenhydraten, einzuverleiben. Natürlich ist der Vorabend von einem Rennen der beste Zeitpunkt für solch eine Mahlzeit :D.
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Am nächsten Morgen krabbelten wir gegen 8h aus dem Zelt, begannen den Tag mit einer tollen Tasse Kaffee und besprachen ein letztes Mal (ist vorher niiiieeeeee passiert :p) die Renntaktik, getreu, erstens kommt es anders, zweitens als man denkt, einigten wir uns auf zwei Runden Turns, falls mal einer drei fahren möchte/ muß, dann werden auch eben drei gefahren, Hauptsache durchhalten (!), heile und pannenfrei ankommen.
So stand heuer Andreas in der Startaufstellung image
er fuhr die Einführungsrunde, die verkürzt war und daher nicht zählt und die erste richtige Runde.
Da ich vom letzten Jahr gelernt habe, daß es im LaPaDu seeehr staubig werden kann, habe ich dieses mal vorgesorgt und mir ein Buff angelegt, welches ich bei den staublastigsten Abschnitten über die Nase ziehen konnte,
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dies funktionierte sehr gut und ich bekam genug Luft. Luftig, da kaum Biker vorhanden waren, war es an der Treppe, ihr lieben Organisatoren und Helferlein vom Rennen, was soll ich sagen, außer, daß es ne richtig geile Idee war die Stahltreppe zu überbauen!!! Durch ein Holzkonstrukt wurde die Steilheit der Stahltreppe etwas rausgenommen und man konnte prima in einem Rutsch die Treppe hinuntersausen :), what a feeling und watt fürn Spaß.
Einen Chickenway gab es dennoch, wem das ganze zu unheimlich war, der konnte das erste Stück runterschieben und dann links entlang die Paralleltreppe runter laufen, ich habe dies einmal in der Nacht gemacht, war in dem Moment so müde, da wollte ich weder mich noch andere gefährden. So stand ich tatsächlich nie nennenswert im Stau und musste nur einmal laut (erschrocken) rufen, als jemand, der das erste Stück runterschob (danach zum Chickenway sollte….) wieder aufs Rad steigen wollte um die Treppe weiter zu fahren, nur hatte mich der Streckenposten schon durchgewunken…
Ist alles gut gegangen 🙂

Im schönsten Rennbetrieb kam dann leider doch noch eine Unwetterwarnung, während ich den Monte Schlacko bezwang hörte ich mit einem Ohr die Ankündigung der Moderation das Rennen wohl gleich zu unterbrechen, aufgrund einer Unwetterwarnung. Andreas ging noch einmal auf die Strecke und kam, nach seinen Worten, durch den Regen angenehm abgekühlt ins Lager rein, kurz darauf gingen die Schleusen auf und es kam ne ganze Menge Wasser von oben runter, blöd nur, daß sich im Lager, unter der Wiese, kein Erdreich befindet sondern, Überraschung!, Betonboden. So versickert nur ein Bruchteil vom Wasser und der Rest vom Wasser bahnt sich seinen Weg in unser Zelt durch das Fahrerlager, wir hatten noch Glück, andere Teile vom Camp sind buchstäblich abgesoffen und das Wasser stand knöchelhoch im Dixi Klo.

Merke, einen Pavillon kann man zu viert am wegfliegen hindern wenn man das Gestänge gemeinsam festhält.

Um 19.30h wurde das Rennen wieder aufgenommen, wieder mit einer Einführungsrunde die Andreas wieder fuhr. Als ich an der Reihe war freute ich mich sehr darüber, daß die Strecke nun überhaupt nicht mehr staubig war.
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Ich freute mich aber nicht darüber, daß die Strecke hier und da etwas zäh bis klebrig geworden ist, jaja, ich weiß, jammmern auf hohem Niveau :D. Gejammert habe ich allerdings nicht, als mir doch tatsächlich in der Nacht kein Licht mehr aufging… Akku leer, wobei der Akkustand vor meiner Abfahrt etwas anderes verlauten ließ. Son doof, und nun? Mit der Kopflampenfunzel konnte ich keinen Blumentopf gewinnen, so rollte, schob und fuhr ich im Lichtschatten anderer irgendwie weiter, mit dem Wissen, die Runde wird länger dauern, also habe ich Andreas kurz schlafen geschickt, so kann dann wenigstens einer die Zeit sinnvoll nutzen ;). Als Ausgleich fuhr er dann drei Runden und ich konnte auch kurz schlummern. Der Powernap tat wirklich gut, mit neugewonnenen Kräften ging es auf die nächsten Runden.
Da ich letztes Jahr den Start und auch die Zielrunde gefahren bin, sollte dieses Jahr Andreas diese Ehre zuteil werden, würde er seine vorletzte Runde flott fahren, so würde er noch kurz vor Toreschluß durch Start/ Ziel fahren um dann noch eine Runden zu fahren, in der Hoffnung, vielleicht noch auf den 11. Platz vorzurücken, ich glaube, die auf Platz 11 hatten auch diese Idee 😉 so blieben wir schlußendlich auf Platz 12.

Leider leider, ist nach dem Rennen noch nicht alles vorbei…. das Lager wollte abgebaut werden, im Ernst, das macht nach so einem Rennen einfach keinen Spaß mehr 😉 da hilft nur noch Augen zu und durch, zum Glück sind die Augen auf der Heimfahrt nicht zugefallen *weia*, habe mich echt wien Schnitzel darüber gefreut, daß wir dieses mal nur so eine kurze An- und Abreise hatten *puh*.

Es war mit euch allen, auf der Strecke, neben der Strecke eine tolle Veranstaltung! Vielen lieben Dank an Muddi und Vaddi für die tolle Rundumsorglos Betreuung!
Fotos sind von Christoph Lachnicht und xtranews

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