Helden werden in der Nacht geboren – Night on bike

Etwas verspätet, aber besser später als nie :).
Letztens habe ich ein paar Feststellungen gemacht, zwei lange Rennen an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden sind keine gute Idee, ein Rennen bei nicht ganz abgeklungener Mandelentzündung ist auch keine gute Idee, dafür bei einem 14h Rennen zu betreuen ist eine ganz famose Idee.
So hatte ich für das 24h in Driedorf ein Soloticket gelöst und für das 14h Rennen in Radevormwald ebenfalls.
Ich bekam die Einsicht, dass beide Rennen mir nicht gut tun würden und horchte bei Facebook nach ob nicht jemand das Soloticket für Radevormwald bei Night on bike haben möchte. Als sich Yasmin meldete, dass sie den Platz gerne übernehmen möchte, bot ich ihr an sie bei dem Rennen zu betreuen. Schnell wurden wir uns einig, ich meldete um und die Abenteuer, für Yasmin so ein langes Rennen und für mich als Betreuerin, konnten beginnen. YES!

Zwischendurch ist, bekanntermaßen, mein Start in Driedorf ausgefallen, das hielt mich aber nicht davon ab mich darauf zu freuen endlich mal zu betreuen, das wollte ich schon immer mal machen :). Wirklich :). So kann ich endlich mal mitreden :D, wie das denn so ist.

Dann kam das besagte Wochenende, es war vor allem eins, heiß, richtig heiß um nicht zu sagen sehr heiß…. das erste mal war ich froh nicht zu starten… so fahre ich bei Rennen wo 10 Grad sind in kurz kurz und schaffe es dabei noch rote Ohren zu bekommen, aber bei 40 Grad zu starten ist nochmal eine andere Hausnummer.
Zudem bin ich noch nie mit so leichtem Gepäck zu einem Rennen gefahren, eine Klappbox mit so dies und jenem, bisken Futter für mich, kleine Helferlein was man so zwischendurch braucht, eine Kühlbox und jede Menge Wasser.
Als ich eintrudelte hatten sich Yasmin und Thomas bereits eingerichtet
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Etwas irritiert war ich bei Besichtigung der unmittelbaren Umgebung
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Na, uns wird schon keiner erwischen :D.

Kampfbereitschaft wurde hergestellt
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Bevor allerdings der Startschuss fiel wurde noch besprochen mit was wir Yasmin während des Rennens versorgen sollten, schließlich sollte alles direkt parat stehen und nicht erst noch geholt werden wo man wertvolle Zeit verliert.
Vor dem Startschuss erfolgte jedoch der Bergsprint, was gab es zu gewinnen? Ein Trikot glaube ich, ich war so fasziniert von der Drohne vor Ort, so habe ich der Moderation nur mit halbem Ohr zugehört, dazu habe ich noch so viele liebe bekannte Menschen getroffen, es ist immer so toll euch zu sehen <3.
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Nach dem Bergsprint galt es noch gute zwei Stunden zu überbrücken…. Yasmin ruhte noch etwas und ich streifte durchs Fahrerlager.
Um 20h erfolgte der Startschuss und ich lauerte auf meinen ersten Einsatz während des Rennens, wie schnell erfolgt der Flaschenwechsel, wie lange braucht es um ein Päckchen Ensure zu verzehren, braucht Yasmin neue Anziehsachen, frische Socken oder oder oder. Gespannt wie ein Flitzebogen warteten wir auf Yasmin, als sie das erste mal durch die Schule fuhr stand der Wechsel des Rades auf dem Programm, Startnummer abknipsen, Kabelbinder bereit halten, Thomas hat das in Rekordzeit geschafft!
Yasmin ging daraufhin sofort wieder auf die Strecke, die gefahrene Zeit behielt ich im Hinterkopf und hielt nach den anderen Solofahrerinnen Ausschau. Mareike, Jana und Nadine waren schnell gesichtet, wo aber war Dame Nummer 5? Die Gute war wahrlich schwer zu identifizieren, das machte es in den ersten Stunden nicht einfacher die Reihenfolge der Damen zu bestimmen, denn die Live Ergebnisse funktionierten erst viel später zuverlässig. So wähnte ich Yasmin auf Platz 2, tatsächlich war sie auf dem 3. Rang, da Sabine, Dame Nummer 5, nicht zu sehen war.
Auf Platz 2 war Yasmin dann doch nach ein paar Runden. So konnte man die Taktik etwas ändern. Zum anspornen habe ich den Zeitabstand zur Führenden etwas vergrößert und zur auf dem 3. Platz liegenden Dame etwas verkleinert (nach dem Rennen wurde aufgeklärt 😉 ).
Mitten in der Nacht war Yasmin dann auf Platz 1, so galt es diesen Platz nun zu halten! So hatte Yasmin zwischendurch 10 Minuten Vorsprung und konnte sich eine Pause erlauben, gestärkt wurde sie mit Nudelsuppe, Rosinenbrötchen und Ensure. Die Zeit behielt ich immer im Auge, und mahnte sie wieder aufs Rad zu steigen. Bei einem Päuschen der Schock, Yasmin war eben wieder auf der Strecke, die zweitplatzierte hätte eigentlich mehrere Minuten Rückstand gehabt, aber uneigentlich sauste sie 30 Sekunden nach Yasmins Abfahrt an uns vorbei! Hoffentlich kann Yasmin den Abstand wieder ausbauen! Es gelang ihr, zum Glück! Der Abstand wuchs wieder auf 4 Minuten an, dennoch blieb es weiterhin spannend, bei den kurzen Stopps musste ich mittlerweile darauf achten, dass Yasmin genug trinkt und isst. Gut, dass ich noch Bananen dabei hatte, die rutschen gut runter.
Ab 5h wurde es dann schon hell, die Lampen wurden abmontiert, jedes Gramm weniger zählt, und der Vorsprung von Yasmin blieb konstant.
Nur leider wollte das Wetter nicht mehr so recht. Bei einem Streifzug durchs Fahrerlager schnappte ich Wettervorhersagen auf, die nichts gutes verheißen sollten. Unwetterartige Gewitter sollten aufziehen. Noch waren es nur dunkle Wolken, ob man das Rennen bis 10h zum Zielschluss fahren kann? Hoffen wir das Beste :).

Leider hat das Hoffen nicht gereicht, gegen 7.30h blitzte, donnerte und schüttete es kräftig. Der Veranstalter hat fix reagiert und das Rennen unterbrochen, bei Gewitter Rad zu fahren ist echt gefährlich! Nachdem es dann aufhörte zu gewittern ging das Quad auf Streckenbesichtigung, die Strecke stand zum Teil einen halben Meter unter Wasser, zahlreiche Stürze waren vorprogrammiert. So beschlossen die Fahrer, mittlerweile waren so gut wie alle im Zielbereich, einstimmig das Rennen zu beenden. Die Reihenfolgen blieben erhalten und das bedeutete vor allem eins…. Yasmin hat gewonnen!!!einseinself Sie hat sich bei ihrem ersten Start in Radevormwald, bei ihrem ersten Start bei einem Stundenrennen souverän den Sieg erarbeitet!!! Nochmal den allerherzlichsten Glückwunsch Yasmin, zu dieser bombastischen Leistung!!!
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Mein Fazit als Betreuerin, ich würde es jederzeit wieder tun! Sollte ich bei einem Stundenrennen nicht mitfahren und ich habe frei, mache ich es auf jeden Fall wieder :).

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