Radmarathon in Bonn – check ✔

So führte uns der Weg am letzten Wochenende nach Bonn, zum diesjährigen Bundesradsporttreffen, genauer zum dazu gehörenden Rad Marathon. Nachdem der letzte in Gelsenkirchen vorzeitig durch den Veranstalter abgebrochen wurde, der Frust entsprechend war, das Unverständnis sogar noch höher, freuten wir uns auf den Marathon in Bonn. Mit 204 km und guten 2200 hm für mich eine Hausnummer, weil ich vorher noch nie so viele Höhenmeter ausserhalb eines Rennens gefahren bin und schon gar nicht mit dem Renner. Da der Start um Punkt 6.30h erfolgen sollte und der Nachbar von Daniel seinen Hauptwohnsitz in Bonn hat bot es sich an bereits am Samstag anzureisen und vielleicht dort zu übernachten, so wurden wir dort mit offenen und äußerst herzlichen Armen empfangen und mit einer super leckeren Bolognaise Sauce zu Nudeln verköstigt, vielen lieben Dank dafür <3. Ein Bett wurde für uns gerichtet, ein Frühstück ebenfalls und so begaben wir uns zu einer erholsamen Nacht.
Am Sonntag Morgen klingelte um 4.45 der Wecker und wir brauchten nur noch die Kaffeemaschine einzuschalten denn unsere lieben Gastgeber haben auch diese vorbereitet, hach ja :), herrlicher kann ein Marathon Morgen/ Tag nicht starten.

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Da wir uns bereits am Vortag angemeldet hatten konnten wir uns vor Ort in Ruhe fertig machen, ich holte mir Frühstück in der Hoffnung endlich was runter zu bekommen, ich bekam es nicht runter davon ab :-D, holten uns unsere Startstempel und reihten uns, pünktlich zum Startschuss, auch mal endlich hinter der, bestimmt 300 Mann starken, Radfahrer Meute ein.
Wir unter 100erten anderen Bekloppten, die sich an einem Sonntag Morgen zu nachtschlafender Zeit treffen um über 200km zu fahren, herrlich, so muss das sein 🙂 :).
Die ersten 10 km ging es quer durch Bonn, eskortiert von etlichen Motorrädern, die alle Straßeneinfahrten blockierten, damit sich kein Auto zwischen die Radfahrer verirrt, extra für uns 🙂 :), bei solchen Momenten bekomme ich immer Pipi inne Augen vor lauter Rührung und Begeisterung.
Als Besenwagen fuhr ein Peterwagen hinter uns her. So begleitet und umsorgt war es endlich mal ein Vergnügen quer durch eine Stadt zu fahren, merci dafür.
Hätte man mit dem Auto so viele rote Ampeln überfahren, man wäre den Lappen für Lebzeiten los 😀
Als wir dann die ersten freien Felder erreichten löste sich der Konvoi auf und Daniel und ich fanden schnell unser Tempo und rollten Richtung Eifel. Die ersten 40km waren relativ flach und so erreichten wir, wie ich fand, recht schnell die erste Kontrolle. Eigentlich war es bereits die Zweite, denn die Erste hatte noch gar nicht geöffnet bzw war noch nicht aufgebaut oder sonstwie erkennbar gewesen 😀 wie wir hinterher erfahren haben.
Langsam und allmählich kamen die ersten Höhenmeter, um es genauer zu sagen, die ersten 400 hm am Stück, der Anstieg war aber so gemäßigt, den konnte man sehr locker hochkurbeln. Sorge habe ich, wie beim MTB auch, bei den Abfahrten, ich habe auf dem Renner kein gutes Gefühl mit 60 oder gar mehr Geschwindigkeit irgendwo runterzusausen. So bremse ich doch recht regelmäßig und freute mich darüber dass Daniel unten immer auf mich gewartet hat :-* <3.
Der zweite Anstieg war da schon knackiger, eine Serpentine jagte die nächste und das Tempo wurde langsamer, da zahlen sich meine Qualitäten als Bergziege aus und kam sehr gut mit dem Anstieg zurecht.
Zwischenzeitlich wurde die Strecke auf einer Hauptstraße geführt, da bekam ich es echt mit der Angst zu tun… mit anderen (deutlichen) Worten…. ihr blöden A*****geigen, HABT IHR NOCH ALLE LATTEN AM ZAUN UM RADFAHRER MIT 20 CM ABSTAND ZU ÜBERHOLEN UND DAS MIT EINEM TEMPO JENSEITS DER 100?????? Wohlgemerkt gab es an dem Abschnitt keinen Radweg und keinen Standstreifen. IHR HIRNLOSEN AUTOFAHRER KÖNNT EUREN KARREN AUF DEM NÜRBURGRING AUSFAHREN ABER NICHT AUF ÖFFENTLICHEN STRAßEN, VERDAMMT NOCH EINS.

Wo ich gerade beim Schimpfen bin, die Horde Kids die mit ihren 80er Rollern in der Kurve auf die Gegenfahrbahn gefahren sind, leider war ich dort, ihr hattet mehr Glück als Verstand dass nichts passiert ist.

Was läuft falsch, dass man sich maßlos überschätzt, andere mit gefährdet und meint einem gehört die Straße???

Abgesehen von diesen Zwischenfällen war es eine, wirklich schöne Ausfahrt, mit sehr freundlichen Helfern an den Kontrollstellen (nächstes mal habe ich dann auch Kaffee dabei, ehrlich :-D) mit toller Verpflegung. Schade war es, dass man von Kontrolle Nr. 5 aus das Radioteleskop nicht gesehen hat.

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Das alkoholfreie Weizenbier im Ziel erfrischte mich herrlich, auch wenn es von einer Dame serviert wurde, die wohl kurz vorher geärgert worden sein musste, anders konnte ich mir ihre, äh, hohe Motivation *hust* nicht erklären ;).

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Die 200 km vergingen wirklich wie im Flug, so hatten wir eine Fahrtzeit von genau 9 Stunden und das bei über 2000 hm, bei den Langstrecken mache ich es mittlerweile so, dass ich zwischendurch nicht auf den Tacho schaue um zu sehen wieviele Kilometer schon zurück gelegt wurden. Das hält meine Motivation aufrecht.

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Was mich auch sehr freute war, dass ich mich nicht leer gefahren habe :), so war ich zwar erschöpft, ja, aber nicht so sehr, als dass ich keinen Meter mehr hätte fahren können. Mit Daniel hatte ich eine so tolle Begleitung, es hätte schöner nicht sein können :-*

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4 Antworten zu Radmarathon in Bonn – check ✔

  1. Daniel schreibt:

    Immer wieder gerne meine Süße! :*

  2. Markus schreibt:

    Sehr schön geschrieben und: GLÜCKWUNSCH!!!!
    Ich halte zwar überhaupt nichts von Schmalspur, aber zolle gerne Respekt!!!!

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