Im Gespräch.

Jane Doe hat Fragen, Kettquer beantwortet sie.

JD: Hi Kettequer, wie isset?

KQ: Muss.

So begrüßt man sich im Ruhrgebiet 😀

JD: Seit mehr als einem halben Jahr mdRzA (mit dem Rad zur Arbeit), seit vier Wochen ohne Auto, seit vier Wochen ein Piercing im Ohr… wie geht es dir dabei?

KQ: Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren war eine super Entscheidung, wenn auch anfangs eine Herausforderung, logistisch wie konditionell. Logistisch, wie nehme und packe ich welche Tasche, wie kühle ich mein empfindliches Mittagessen auf dem Weg, was ziehe ich bei Regen an, regnet es wirklich? Wobei sich hierbei recht schnell Routine eingestellt hat, schwieriger war es mit der Kondition, jeden Tag bei Wind und Wetter 30km Rad fahren, dazu die Bewegung auf der Arbeit, da habe ich mehr als einmal 10 Stunden am Stück geschlafen damit sich mein Körper erholen kann.

JD: Und wie ist es jetzt ohne Auto?

KQ: Bisher super! Ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen wo ich parken kann ohne dass das Auto von Vögeln bombardiert wird, ob ich überhaupt einen Parkplatz bekomme! Von Inspektionen, Autoversicherung, tanken, Reparaturen ganz zu schweigen. Stehe jetzt nicht mehr im Stau oder muss mich darüber ärgern, dass jemand vor mir sein Gaspedal nicht findet.

Mit dem Rad brauche ich etwas länger zur Arbeit, dafür komme ich entspannter an wie mit dem Auto.

JD: Aber mal ehrlich, beim Rad fahren kommst ins schwitzen, das ist doch kein Vergnügen für die Menschen mit denen du arbeitest.

KQ: Zum Glück kann ich auf der Arbeit duschen, darüber bin ich sehr froh und bin dankbar für diese Möglichkeit.

JD: Aber die Spontanität kommt doch ohne Auto gewiss zu kurz? Einen Wocheneinkauf mit dem Rad oder Wasser oder einen Kasten Bier oder ähnliches ist mit Sicherheit kein Vergnügen mit dem Rad.

KQ: Da gebe ich dir recht, dass ein Wocheneinkauf mit dem Rad etwas tricky ist, dagegen kann ich allerdings etwas tun, ist simpel, ich kaufe eben öfter ein :-). Oder Wasser eben flaschenweise. Für etwas sperriges wie zum Beispiel Toilettenpapier, da gehe ich auch mal zu Fuß los.

Dass man, aus reiner Bequemlichkeit, für zwei Liter Milch sich ins Auto setzt, als Beispiel genannt, fällt somit weg und ich kaufe effizienter ein.

JD: Das hört sich löblich an und ist es wohl auch.

KQ: Ja, das ist es. Bisher hatte ich nur Vorteile dadurch, dass ich mit dem Rad zur Arbeit fahre und das Auto verkauft habe.

JD: Dabei gibt es doch so tolle Autos….

KQ: Klar gibt es die. Klar ist aber auch, dass es heute auf den Straßen viel zu viele Autos gibt. Ob umstrittene Diesel, oder eAutos, die Straßen sind voll, zu voll. Dadurch leidet sehr die Luftqualität, wer mal mit dem Rad tagsüber durch die City fährt weiss was ich meine. Wenn jeder mal das Auto stehen lässt, oder Fahrgemeinschaften bilden würde, da wären die Straßen leerer und man würde als Radfahrer nicht halb ersticken.

JD: Meinst du nicht, du übertreibst?

KQ: Der eine würde wohl Ja sagen und ein anderer würde sagen, dass ich noch untertreibe ;-).

JD: Es sieht so aus, als hättest du deinen Weg gefunden und erscheinst sehr zufrieden damit.

KQ: Definitiv. Mit der Anschaffung eines alltagstauglichen Fahrrades habe ich für mich die ideale Voraussetzung geschaffen den, autolosen, Weg zu gehen bzw zu fahren. Ich hoffe es bleibt so und ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen im Alltag auf das Rad umsteigen.

JD: Ich danke recht artig für dieses Gespräch.

KQ: Sehr gerne, jederzeit wieder.

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2 Antworten zu Im Gespräch.

  1. polakueche schreibt:

    Leider kann ich diesen Weg noch nicht gehen. Kommt aber bestimmt irgendwann mal. Glückwunsch zur Entscheidung und Umsetzung 🙂

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